Angela Bergling

* das besondere dieser Arbeit: sie entstand in 2010 aus meiner trans- interkulturellen privaten Lebensweise und Erfahrung heraus. Im Laufe der letzten 4 Jahre übernahmen
nicht wenige Ausstellungsmacher, Autoren, Buchverlage und gar Künstler und Fotografen zumeist formalästhetische aber auch versucht inhaltliche Teilaspekte aus dieser Arbeit.
Liebe Kuratoren, liebe Buchverlage, liebe Autoren, kommen Sie auf mich zu. Lassen Sie uns diese eigenständige Arbeit in seinem Originalkontext der Öffentlichkeit präsentieren.
Sie ist hinsichtlich der unsrigen Medienrezeption eine Medien- und Gesellschaftskritische Arbeit hinsichtlich von Postkolonialstischen Sehweisen, Identitäten und Migration.
Der längst überfällige Diskurs wurde bisher versäumt.
 
 
 



 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ich sehe was, was Du nicht siehst und das ist… Irak? Der Medien undienliche Bilder 2010

Unter der Verwendung des bekannten Kinderreims und Spiels, Ich sehe was, was Du nicht siehst und das ist… Irak ? wird der Wunsch suggeriert und der Betrachter aufgefordert zu versuchen,
die Welt einmal mit anderen Augen zu sehen. Um die Sehgewohnheiten der medialen Bilderwelten zu durchbrechen bedarf es eines Perspektivwechsel, und mit ihr die Hoffnung die Fragen
neu stellen zu können. Bombenattentate, verschleierte Frauen, bewaffnete Soldaten, bewaffnete Terroristen, … sind die Bilder in unserer gegenwärtigen Medienlandschaft. Sie sind in unserem
kollektiven Gedächtnis stark verankert. Bilder und Berichte über das alltägliche Leben sowie die kulturelle Vielfalt im Irak sind in unseren Medien selten existent. Nach meinen Erfahrungen sind
jedoch Kenntnisse darüber kaum vorhanden. Es ist mir ein Anliegen zu den zumeist symbolhaft eingesetzten medialen Bilderwelten und die daraus resultierende scheinbare Kenntnis der
Rezipienten ein informelles Gegengewicht zu schaffen.
 
I spy with my little eye, something beginning with… Iraq? Unconvienient images for the media 2010
My ongoing artistic project I spy with my little eye something beginning with… Iraq? transposes representational documentary photography into a new system of imagery by introducing gradients
and floods of bold color. The series provocatively re-casts some of my own photographs taken during my travels in 2010 through the autonomous region of Iraqi Kurdistan, superimposing selected
images with luminous hues and gradients. The title’s reference to the familiar children’s rhyme and associated game calls upon the viewer to regard the world with fresh eyes. In order to overcome
the worn viewing habits with which we approach media imagery, we need to shift our perspective. Such a shift offers a promising opportunity to revisit these questions. My artistic project holds
urgency in today’s media-saturated society. A public discussion of these issues is long overdue.

Images you see:
Drinks & Snacks, Outskirts Erbil | Hawler, Autonomous Region Kurdistan, Iraq
Airport wall, Kirkuk | Kerkûk, Autonomous Region Kurdistan, Iraq
Picnic at sunset and oil field, Kirkuk | Kerkûk, Autonomous Region Kurdistan, Iraq
 
 
 
Review & press
 

I spy with my little eye,
something beginning with… Iraq?
2010

 
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